Im Winter 05

Das bin ich also. Wie findet Ihr mich? Manche sagen, ich wirke arrogant. Aber bitte, ist man gleich arrogant, nur weil man nicht mit den Hufen durch den Sand schlurft, sondern sich lieber elegant bewegt? SIE findet mich jedenfalls nicht eingebildet, sondern schlichtweg schön. SIE nennt mich auch ‚ihre Traumstute’. Na, ja, bisschen übertrieben vielleicht, aber ich höre es ganz gern von ihr. Überhaupt kann ich mit ihr zufrieden sein. Wenn Ihr etwas über SIE wissen möchtet, hier gibt’s mehr über sie.

Nun aber wieder zu mir, schließlich ist es ja meine Homepage. Ich stelle mich jetzt mal richtig vor: Mein Name ist Diana. Ich bin eine Hannoveraner Fuchsstute mit kleinem weißen Fleck auf der Stirn, geb. 1984. Bevor SIE mich übernahm, war ich knapp zwei Jahre Schulpferd dort, wo ich jetzt auch noch lebe. Könnt Ihr Euch ansehen, mein Zuhause.

Als Schulpferd hatte ich es gar nicht so schlecht. Von den 3 – 4 Stunden Arbeit täglich mal abgesehen. Ich durfte oft auf die Weide, ging auch hin und wieder ins Gelände und bekam gut zu futtern. Aber das ist natürlich kein Vergleich zu meinem jetzigen Pferdeleben.

 

Ich auf der Weide
Ich, Diana, auf der Winterkoppel.

Inzwischen muss ich kaum noch arbeiten. Es lässt sich nicht verschweigen, ich werde nicht jünger und mich plagt hin und wieder die Athrose. Ein bisschen Bewegung in der Halle, aber keine Unterrichtsstunden mehr. Ab dem Frühjahr sind wir dann zusammen im „Busch“ unterwegs  – am liebsten mit einem ruhigen Kumpel – das ist auch für mich Entspannung. Außer, es begegnen uns fürchterliche Dinge wie etwa eine Kutsche auf der Galoppstrecke oder auf einer Decke liegende Menschen neben dem Wege . . . Das halten meine Nerven nicht aus und ich wende blitzartig auf der Stelle, denke nur noch: ‚Bloß weg hier!’ Da kann ich nichts machen, das liegt so in mir. Vielleicht weil ich ein Halbblut bin? Egal, SIE muss irgendwie mit meiner Macke leben und das tut sie auch. Zum Beispiel reiten wir nicht mit einer großen Gruppe aus und wenn es doch  passiert (bisher erst einmal), dann darf ich ganz vorne galoppieren.Weil SIE so rücksichtsvoll ist, bin ich es auch – meistens.