Möglicherweise gibt es unter Euch Menschen noch einige, die das gleiche Hobby haben wie sie. Ich meine dieses Papier-füllen-mit-Buchstaben. Sie freut sich wirklich sehr über Post von Euch in Form einer E-Mail.

Hier kommen  GedichteGeschichten und Konzertberichte.Wie ich oben schon erwähnte, das erste Gedicht hat sie für mich geschrieben *stolzdenkopfrecke*.

Pegasus fligend lächelnd
Ritt in den Maimorgen

Früh haben wir uns aufgemacht.
Es ist noch nicht einmal halb acht
an diesem frischen Maienmorgen.

Mein Stütchen hebt den Kopf und schaut.
Was raschelt hier, was knistert dort?
Wird es vielleicht gleich furchtbar laut?
Lauert im Busch wilde Gefahr?

Sie stutzt, bleibt ängstlich stehen,
will nicht mehr weitergehen
an diesem kühlen Maienmorgen.

Ich klopfe ihren schlanken Hals.
Sie schnaubt, hört meinem Reden zu.
Dann fasst sie sich ein Herz und eilt
vorbei am Schreckensort im Nu

Am Waldesrand, da traben wir,
treffen nicht einen Menschen hier
an diesem schönen Maienmorgen.

Im Takt hebt sie die Hufe fein.
Vögel singen ihr Morgenlied.
Bald kommt der Sonne erster Schein,
wärmt sie und mich - wärmt das Gemüt.

Sag’ Stütchen, woll’n wir galoppieren?
Uns wird schon nichts dabei passieren
an diesem guten Maienmorgen.

Voll Freude springt sie schwungvoll an.
Spielende Muskeln, rotgold’nes Fell,
streckt ihren Körper, zeigt was sie kann.
Wir fliegen dahin, so herrlich, so schnell!

Und als der Weg zu Ende geht,
mein Stütchen dies allein versteht,
bremst ihren Lauf im Maienmorgen.

Ich lobe sie - ich liebe sie!
Lass ihr die Zügel gerne lang.
Minutenlange Harmonie
hat uns verbunden.

Vielen Dank!

Elke Schleich

 

Der Alptraum

Gestern nacht träumte ich schwer.
Dunkle Wolken bedeckten den Himmel,
ein Sturm zog herauf,
und die Angst in mir wuchs
schneller und schneller.
War es das Ende?

Ich spürte das Zittern der Erde.
Die Tiere im Wald, sie schrieen so laut,
die Luft wurde heiß,
und mein Herz setzte aus,
immer näher sah ich das Grauen.
War nun alles vorbei?

Elektrischer Regen fiel krachend herab,
ein tosendes Chaos begann.
Warum und wieso?
Ich wusste es nicht.
Die Welt, sie zerbarst,
und mit ihr auch ich.

Dann wachte ich auf – die Kehle noch eng –
wie gelähmt, mit schreckoffenen Augen.
Die Zeit tickte ein, zwei Sekunden lang.
Ich begriff, es war nicht das Ende,
es war nur ein Traum,
und atmete tief.

Und als ich ans offene Fenster ging,
da sah ich, es wurde schon Tag,
und der Duft des Frühlings lag in der Luft,
ein Vogelkonzert setzte ein.
Ich schaute, ich hörte, ich roch – wie noch nie,
ich lebte an diesem Morgen!

Elke Schleich

 

 

Pegasus fliegend blauer Sternenhimmel

Pegasus

Gestern Abend wollte ich Pegasus reiten.
Glutrot stand die Sonne am Horizont.
Ich lockte ihn aus der Wunderwiese
mit wahnwitzigen Gedanken.

Er kam und schnaubte.

Ich legte ihm die Zügel meines Willens an.
Er verharrte stumm.
Ich wollte es wissen, saß auf,
gab den Gedanken die Sporen.

Da hörte ich seinen entsetzten Schrei.
Sein Huf scharrte die Erde.
Er stieg.

Der Schreck machte den Kopf mir frei.
Mein Herz verstand.
Fort mit dem Zaum!
Frei von Zwang will ich dich reiten, Pegasus!

Und als die Sonne versunken war,
bog er den Hals,
sah mich mit großen Augen an.

Ich war bereit für den Ritt zu den Sternen.

Elke Schleich

 

Herz 

Verliebt?
 

Aufgewacht
an Dich gedacht
verworren, verwirrt
In den Tag geträumt
und doch nichts versäumt
vielleicht nur geirrt?


Zaudern und Wanken
am Herzen erkranken
im Dunkeln allein
Den Wunsch nicht gestehen
mit Hoffnung versehen
Wie könnte es sein?


Spät in der Nacht
an Dich nur gedacht
im Schweigen geweint
Und dämmert der Morgen
bleibt alles verborgen
Wir sind nicht vereint

Elke Schleich

Das nachfolgende Gedicht ist ein Elfchen. Kennt ihr das? Das ist eine ganz liebe Gedichtform. Sie macht es auch einem Lyrikanfänger wie mir leicht, ein sogenanntes modernes Gedicht (was sich nicht reimt) zu schreiben. Es geht so: In der ersten Zeile steht ein Wort, inder zweiten zwei, die man mit dem ersten aszsoziiert, in der dritten dann drei und in der vierten vier Wörter. In der letzten dann wieder nur eines, das vielleicht die Poente darstellt. Mich hat Tani an diese Gedichtform herangeführt, ihre Seite:
de.geocities.com/flammenflitzer

Zwei Katzen Mülltonne nachts

Urlaubszeit

Urlaubszeit
leichtfertiges Kofferpacken
Ballast nicht erwünscht
Vier Pfoten im Großstadtmüll
Wegwerftiere

Elke Schleich

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